Bassentitäten und Kettenfahrzeuge (DE)

Beim Festival CTM in Berlin hallt das Motto „Persistence“ – Beharren – in vielen Konzerten, Kunstwerken und Klanginstallationen nach.

Taz.de:

photo by Tom Stian Martinsen

(…)Mit „Avant Joik“ brachten die beiden Künstlerinnen am Sonntag im HAU 2 eine zeitgenössische Interpretation des traditionellen Joik auf die Bühne.

Sie ist kaum beschreibbar, umso intensiver und berührender, gerade weil man – wenn man nicht gerade selbst der Sami-Minderheit angehört – die Texte der einst schamanistischen Lieder gar nicht verstehen kann und man sich zwangsläufig aufs sinnliche Lauschen beschränkt. Um Texte geht es im Joik ohnehin nicht, vielmehr um den kehligen Gesang als solchen, den Maja S. K. Ratkje mit ­Geräuschen begleitete, die sie dem Synthesizer oder in unglaublichen Variationen ihrer Stimme entlockte. Klänge, die mal an den Wind, mal an rauschende Wälder, Flüsse oder Tierstimmen erinnerten. Wie Caccuris Kerzen taugt auch der Joik zum Symbol für das Festivalmotto, er überlebte Jahrhunderte der Unterdrückung der Sami, ebenso wie die umesamische Sprache, zu deren rund 20 verbliebenen Sprecher*innen Katarina ­Barruk zählt. (…)

Beate Sheder

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